«

»

Nov 12

Avant-basteleien

Die HU ist abgehakt, der Avant ist zugelassen, und damit kann ich mich nun auch den kleinen und großen Details widmen, die ich erledigt haben möchte, bevor ich mit dem 100er zufrieden bin.

Das wären unter anderem:

  • Breitbandlambdasonde einbauen
  • Abstimmung auf E85
  • Standheizung einbauen
  • ABS reparieren
  • Lichtupdate einbauen

Da der Motor bereits nach einer Betankung mit einer sehr geringen Ethanolkonzentration anfing Zicken zu machen, habe ich mit dem einbau einer neuen (Breitband-)Lambdasonde begonnen. Die Wahl fiel auf eine Innovate MTX-L. Das Gerät hat einen programmierbaren Analogausgang, der ein Sprungsondensignal emulieren kann, und damit als Ersatz für die serienmässige Sprungsonde fungieren kann.

Da ich mir die Option offen halten will, in Zukunft einen Metallkat in das Kat-gehäuse einzuschweißen, habe ich die Sonde mit dem mitgelieferten Einschweißgewinde ins Hosenrohr gesetzt.

Zündungsplus und Masse greife ich über den Originalen Stecker der Lambdasondenheizung ab. Da der Stecker für die Heizung sowie der einzelne Stecker für das Sondensignal nebeneinander an der Spritzwand befestigt sind, habe ich mir aus 3 Kabeln einen kleinen Kabelbaum mit Gewebeband gebaut, der sich hübsch Optisch in den Motorraum integriert.

Eine freie Kabeldurchführung findet sich bei klima-losen Fahrzeugen hinter der Batterie unter der Windschutzscheibe. Die Öffnung geht zuerst in einen Hohlraum mit einer zweiten Öffnung zum Innenraum. Nach Demontage des Handschuhfachs muss man sich etwas die Hand verrenken, da diese Öffnung ziemlich genau hinter dem Lautsprecher zu finden ist.

Vorerst steckt die Anzeige erstmal im leeren Radioschacht, jedoch werde ich eine Blende bauen die zentrale Lüftungsdüse ersetzt.

Dank der Breitbandsonde habe ich jetzt die möglichkeit das Gemisch während der Fahrt in allen möglichen Lastzuständen zu überwachen. Naturgemäß ist die Grundabstimmung der KE-Jetronic zu Mager für höhere Ethanolkonzentrationen, weshalb ich die Grundeinstellung des Druckstellers etwas Fetter gedreht habe.

Der Drucksteller ist mit 2 Torxschrauben am Mengenteiler befestigt. An der Rückseite findet man eine große Schlitzschraube, welche lediglich zur Abdichtung dient. Hinter der Schlitzschraube verbirgt sich eine kleine Inbusschraube mit der sich die Grundeinstellung des Druckstellers verstellen lässt. Reindrehen = fetteres Grundgemisch.

Da ich noch kein pures E85 im Tank habe, habe ich die Schraube nur ca. eine 1/6 Umdrehung reingeschraubt, doch das hat schon gereicht um einen ersten Erfolg zu sehen. Zusammen mit einem extra Widerstand zum Kühlmitteltemperatursensor hat sich so unter Volllast ein schönes Gemisch von Lambda 0.87 ergeben.

Um vom Innenraum aus Einfluss auf die Gemischanreicherung nehmen zu können, habe noch ein Potentiometer in Reihe zum Kühlmitteltemperatursensor geschaltet. Der Sensor basiert auf einem NTC Widerstand, desto Kälter es ist, desto Höher ist der Sensorwiderstand. Schaltet man einen Widerstand in Reihe, bekommt das Steuergerät einen "kälteren" Sensorwert als tatsächlich der Fall ist, und es wird angefettet. Das ist nützlich um auch bei tiefen Temperaturen sicher auf E85 starten zu können

Das entsprechende Kabel habe ich aus dem Hauptkabelstrang im Wasserkasten rausgesucht, aufgetrennt, und mit 2 extra Kabeln die in den Innenraum zum Potentiometer führen, verlängert.

Kaum bin ich ein bisschen mit dem Auto umhergefahren, tat sich ein neuer Defekt auf. Der Tacho hat den Geist aufgegeben. Ein Silikongummizahnrad im Planetengetriebe des Tachos hat zahnausfall.
Zum Glück hat der Tacho aus meinem Typ 89 Schlachtwagen ein intaktes Zahnrädchen als Ersatz spendieren können. Da die Geschwindigkeitsanzeige auch Sporadisch aussetzt, habe ich direkt noch die komplette Tachoplatine nachgelötet. Und schon funktioniert der Tacho wieder.

Als nächstes steht die Standheizung (inklusive Handyfernsteuerung) sowie eine Relaisschaltung für die Scheinwerfer auf dem Programm. Ich werde Berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>