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Sep 20

Fortschritt am Raumschiff

In den vergangenen 8 Wochen hatt sich nach dem Rücklicht noch so einiges getan am Avant. Es geht dem Endspurt entgegen, und wenn ich nicht zu Optimistisch bin, klappt es diesen Monat vielleicht sogar noch mit dem TÜV.

Hier eine kurze rekapitulation der erledigten und noch zu erledigenden Arbeiten..

Da die vordere Stoßstange nicht nur ziemlich ausgegraut war, sondern auch durch einen kleinen Unfall geplättet war, habe ich was neues besorgt. Genau genommen gleich 2 neue.

Eine stoßstange ließ sich hier auf dem Schrottplatz auftreiben. Der Spender war ein VFL-100er, 4 Zylinder, 64.000 km, leider jedoch mit kaputter Kunststoffverkleidung und gebrochenen "Nebelscheinwerferaufnahmen".
Dafür ist der Metallträger vollkommen in Ordnung

An Stoßstange Nr.2 war ist zwar die Kunststoffverkleidung in sehr schönem Zustand (mit Aussparungen und Rahmen für Nebelscheinwerfer!), dafür hat auch diese in der Mitte einen Knick.

Simpel: Aus 2 mach 1. Die Plastikrahmen für die Nebelscheinwerfer musste ich mit Schrauben befestigen. Ansonsten hat das vorhaben gut geklappt. Den Gaszug habe ich auch mal ausgetauscht - endlich wieder Vollgas! Die Nachbarn freuts.


Im Innenraum habe ich dem Dreck des Vorbesitzers den Kampf angesagt. Und der Innenraum mir, wie es scheint. An der Schraube der fahrerseitigen Fensterheberkurbel habe ich mich länger aufgehalten als für möglich gehalten, so derbe Fest war das Teil.

Aber auch dieses Teil hat der Rohen Gewalt irgendwann nachgegeben, und so bekam die Innenausstattung doch noch ihre lang ersehnte Wäsche.

Glücklicherweise sind die Wandfarben die ein Maler mehr oder minder Wasserlöslich, und so ließ sich der Siff mit einem Microfaserlappen, etwas warmem Wasser und einem Schuss Oranex ziemlich gut entfernen.

Das "finish" erledigt schwarze Schuhcreme, welche nach dem gründlichen Auspolieren auch nicht abfärbt. Perfekt ist das Ergebnis nicht, trotzdem eine gewaltige verbesserung zu vorher.

Bei den beiden hinteren Türverkleidungen stellt sich diese Behandlung jedoch als vergebliche Liebesmüh' heraus, nicht zuletzt aufgrund der klaffenden Boxenlöchern...


Als nächstes stand die Vorderachse auf dem Programm. Beide Traggelenkmanschetten sind Defekt, und da das wahrscheinlich ein No-Go für den TÜV ist, habe ich mich direkt daran gemacht Ersatz zu suchen. Der oben erwähnte 100er mit 64.000km vom Schrott stellte sich wieder als idealer Spender heraus.

Die Traggelenke habe ich nach dem Ausbau auf dem Schrottplatz mal kontrolliert und für gut befunden, und so direkt zum Einbau weitergereicht.

Nebenbei kam eine neue Kurbelgehäuseentlüftung rein.

Die alten Querlenker habe ich natürlich auch untersucht, und festgestellt, dass die Traggelenke eigentlich noch in gutem Zustand sind. Diese werde ich überholen und als Ersatzteil auf Halde legen.



Last but noch least musste ich dann noch die Gelenkmanschette auf der Beifahrerseite erneuern. Was für eine Sauarbeit.

In der Theorie klingt es einfach:
Gummimanschette ab, Sicherungsring spreizen, Gelenk abtreiben.
Die Praxis sieht etwas fummeliger aus. Bis sich dieser #@$%§&-Sicherungsring aus seiner Nut bewegt hat ging etwas Zeit ins Land. Aber auch hier gab der Schwächere irgendwann unter Gewaltandrohung und Anwendung nach.

Um das Gelenk letztendlich von der Welle zu bekommen, habe ich es Gerade gestellt, und die Schraube einfach weiter reingedreht. Das Gewinde ist durchgängig, und so trifft die Schraube irgendwann auf die Welle, und drückt das Gelenk von der Welle runter.

Eine gründliche Reinigung und frische Fettfüllung, und das Gelenk ist so gut wie Neu!



Als nächstes muss die Antriebswelle wieder eingebaut werden. Der linke Spurstangenkopf wird noch ausgetauscht. Die beiden hinteren Getriebelager. Den Endschalldämpfer werde ich für den TÜV zusammenschweißen, und dann war's das erstmal mit den TÜV-relevanten dingen, sofern ich nichts übersehen habe.

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