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Mrz 12

TÜV: Check

Lang ists her dass ich was geschrieben habe - doch mittlerweile ist der Uno fertig und geTÜVt. Wie so oft beim KFZ kam dann alles schlimmer als erwartet, aber ich blieb stur und habe den Wagen repariert.

Nachdem ich mit dem Schweißen am Unterboden fertig war, ging's logischerweise an den Zusammenbau. Bei der Gelegenheit habe ich gleich den neuen Teppich eingebaut, den ich mal vor 2 Jahren auf dem Schrottplatz aufgegabelt habe, und seither im Keller lag.

Vorm Einbau der Radhausschale auf der Beifahrerseite, habe ich das Radhaus noch ordentlich mit Fluid Film ausgesprüht. Korrosion ist dort ausnahmsweise (für den Uno) keine zu sehen gewesen, aber schaden wird es sicher nicht.

Nachdem das erledigt war, stand noch der Zusammenbau des Bremssystems auf dem Programm. Zuerst mal wollte ich nur den HBZ austauschen. Da ich hierbei getreu dem Motto "Wenn ich eh schon dabei bin..." arbeite, gab's gleich noch einen Satz neue Bremsschläuche vorne, welche mit 10€ pro Stk. den Braten nicht wirklich fett gemacht haben. Dummerweise ließen sich die Bremsleitungen natürlich nicht mehr öffnen, weshalb ich die an der Vorderachse dann auch noch gleich erneuert und gegen CUNIFER ausgetauscht habe.

Der Lack auf den Bremssätteln war mittlerweile auch ausgehärtet, und so konnte ich die Dinger zusammenbauen. Hier bei ist auf größte Sauberkeit zu achten - durchspülen mit Bremsenreiniger, Auswischen, und anschließend noch gründlich mit Durckluft ausblasen, damit auch wirklich kein Dreck mehr drin ist. Zum einsetzen der Bemszylinder werden diese dünn mit Bremszylinderpaste bestrichen. Das ist eine Bremsflüssigkeitsverträgliche korrosionsschutz- und schmierpaste, welche benötigt wird damit der Kolben überhaupt frei "flutschen" kann.

Bei den Bremssattelhaltern hat sich mir dann zum ersten mal gezeigt, wie aggressiv Säuren zu manchen Metallen sein können. Ich hatte die Teile über Nacht - wie ich es schon oft mit anderen Teilen gemacht hatte - in ein Phosphorsäurebad eingelegt, anschließend mit Glasgranulat gestrahlt und lackiert. Beim Zusammenbau stellte sich dann heraus dass die ursprünglichen M10x1 Gewinde, die die Bremssättel halten, auf irgendein nicht ganz Metrisches Maß à la M11 3/4 aufgeätzt wurden, die Teile wurden damit unbrauchbar.

Zum Glück hatte ich einen 2. Satz halter rumliegen, allerdings sind diese natürlich nicht Pornorot sondern "Guß-rost-farben".

Zum entlüften der Bremse habe ich mit einen Vakuum-bremsenentlüfter mit Handpumpe von Ebay gekauft, der sich in Zukunft auch dazu zweckentfremden lassen wird Unterdruckschläuche auf Dichtheit zu Prüfen.
Das Gerät an sich funktioniert Einwandfrei, allerdings zieht es permanent Luft durch das Gewinde der Entlüftungsnippel. Dem kann man abhelfen, indem man die Gewinde vorm eindrehen der Nippel mit Bremszylinderpaste bestreicht. Das dichtet ab, und erlaubt ein Vollständiges entlüften.

Was dabei dann aus den Bremsleitungen kam, war nicht mehr feierlich - dabei handelt es sich wahrscheinlich noch um die originale Turiner Bremsflüssigkeit von anno 1991. Beim anschließenden Dichtigkeitstest mit einem Kräftigen tritt auf die Bremse machte einer der hinteren Radbremszylinder "plopp" und war Geschichte.

Also was soll's - die Bremse an der Hinterachse habe ich somit auch nochmal komplett erneuert. Neue Radbremszylinder, neue Bremsbacken, neue Trommeln. Alles in allem für etwa 30€ pro Seite zu bekommen, und nicht etwa von Ebay, sondern von ATE und Brembo.
Damit die neuen Trommeln nicht direkt wieder Rostbraun werden, habe ich sie auch gleich lackiert.

Zu guter letzt hat das Auto dann noch eine Wäsche und Politur erhalten ...

.. Und hat dann so auch die HU ohne größere Probleme bestanden. Bemängelt wurden: Scheinwerfereinstellung war zu niedrig, der Blinker rechts innen feucht und das Kupplungspedalgummi verschlissen. Das habe ich dann im Nachhinein alles noch abgehakt.

Nichts desto trotz gab es die Plakette, und so darf der Uno für weitere 2 jahre Leben! (Wobei ich die Hoffnung hege, dass der nächste TÜV auch ohne weiteres zu schaffen sein wird..)

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